Herzlich willkommen bei der fusionierten Evangelischen Kirchengemeinde Frommern-Dürrwangen-Stockenhausen-Zillhausen-Streichen in Balingen

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LICHT DER HOFFNUNG auch „unter dem Böllat“
Die fusionierte ev. Kirchengemeinde Frommern-Dürrwangen-Stockenhausen-Zillhausen-Streichen schließt sich ab sofort der Aktion der ev. Stadtkirchengemeinde an und lädt zu einer besonderen Aktion ein: Um den Menschen in unseren Gemeinden eine Möglichkeit zu geben, mit den Sorgen und Folgen der Coronakrise umzugehen, laden wir sie zum Gebet ein. Täglich um 19:30 Uhr wird dabei eine Kerze entzündet, die man sichtbar ins offene Fenster stellt. Zum Klang der Vaterunser-Glocke können die Menschen dann in ökumenischer Gemeinschaft für unser Dorf, unsere Stadt, unser Land und die Welt beten – jeder Haushalt für sich. Beim gemeinsamen Vaterunser wissen wir uns mit allen verbunden und von Gott gehalten. Anschließend kann gerne noch das Lied „Der Mond ist aufgegangen“ angestimmt werden. Ein Weg auch füreinander da zu sein, auch wenn wir uns voneinander fernhalten müssen.

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HOFFNUNGs-BILD-WORT

Liebe Mitchristen,

wir werden in der kommenden Zeit immer wieder Bilder und Worte der Hoffnung veröffentlichen. Denn in der Krise, durch Corona hervorgerufen, sind die Kirchen weitgehend geschlossen. Das ist deswegen schwierig, weil gerade in dieser Zeit das Wort Gottes Trost und Kraft geben sollte. Die Bilder, die wir hier veröffentlichen, können kein Ersatz dafür sein, sollen aber doch das Evangelium, die frohmachende Botschaft Gottes in Jesus Christus, weitertragen. Wir freuen uns, wenn viele von Ihnen mitmachen und uns dazu Bilder und Beiträge schicken.

Pfarrerin Margarete Goth (margarete.gothdontospamme@gowaway.elkw.de)

Pastor Diederich Lüken (diederich.luekendontospamme@gowaway.t-online.de).


HOFFNUNGs-BILD-WORT vom 30.3.2020

 

 

Corona als Chance zu einem Neubeginn?

Ein Virus verändert unsere Welt. Seine gefährlichen Auswirkungen zwingen uns Menschen zum Handeln. Interessanterweise beinhaltet dieses Handeln auch in hohem Maße das Lassen. So zeigen die Satellitenbilder die Industriegebiete Chinas und Italiens frei von Smog.

Eigentümlich, dass ein Virus das schafft, was wir Menschen nicht schaffen. Es zwingt uns zum „Lockdown“. Zum Stillstand einer Welt, die atemlos, rasend und maßlos geworden ist. Sie steht am Rande eines Burn-outs. Fast alle Lebensbezüge sind kommerzialisiert und dem wirtschaftlichen Diktat unterworfen. Das Virus zwingt uns zum Stillstand in einer Welt, die zu sehr in eine bestimmte Richtung rast, in der es keine Zukunft gibt.

Ich wünsche mir, dass wir aus dieser Krise lernen. Dass es nach der Krise nicht einfach so weiter geht, wie vorher. Dass wir Innehalten und uns und unseren Lebensstil in Frage stellen lassen:

Ist es angemessen, dass der Dienst an Menschen finanziell wesentlich geringer honoriert wird, als die Arbeit an Maschinen und Computern?

Warum werden Krankenhäuser und Pflegeheime als wirtschaftliche Unternehmen geführt, die Gewinn erwirtschaften müssen?

Warum gilt das Zahlen von Steuern als verpönt? Sie sind ein Akt der Solidarität, um unsere Infrastruktur aufrechtzuerhalten.

Ist es angemessen, dass Banken und Konzerne in Krisenzeiten vom Staat gestützt werden, den Staat allerdings nicht im gleichen Maße an ihren Gewinnen teilhaben lassen und angemessen Steuern zahlen?

Welcher Fußball-Fan braucht eine Club-WM, jeden Tag ein Spiel in der Glotze?

Wann hören wir auf, in den Sommermonaten die Lavendelfelder in der Provence niederzutrampeln, um auf Instagram ein Foto zu posten?

Macht es wirklich Spaß und Sinn mit zehntausend Anderen zur gleichen Stunde Venedig zu erstürmen?

Sehen wir, wie wenig die Autokraten und Populisten dieser Welt uns in diesen Zeiten etwas Vernünftiges zu sagen haben?

Entschleunigung ist angebracht. Demut und Bescheidenheit. Abrüstung in allen Lebensbereichen. Weg vom schnellen, atemlosen Konsum und der wenig nachhaltigen Oberflächlichkeit. Weg von Gier, Macht, Profit und Rekorden.

In diesen Tagen stellen wir fest, dass die Menschen wieder achtsamer und aufmerksamer miteinander umgehen. Die Frage „wie geht es dir“, ist von echtem Interesse geprägt. Ebenso der gegenseitige Wunsch von Gesundheit bei der Verabschiedung am Telefon. Zahlreiche Hilfsaktionen sind in unseren Gemeinden angelaufen. Und neue kommen hinzu. Es findet ein reger Austausch darüber statt. Eine fängt an, ein anderer schließt sich an. Und bei all dem lernen wir wieder neu, was Jesus von Nazareth die Fülle des Lebens genannt hat. In Johannes 10 sagt er: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.“ Die Fülle des Lebens – das ist Zeit füreinander haben, das ist Achtsamkeit für andere, für sich und die Natur, das ist Solidarität und Aufmerksamkeit, das ist Geborgenheit und Nähe, das ist gegenseitiger Respekt und Wertschätzung.

Krise als Chance – Krise als Neubeginn – die Hoffnung darauf will ich nicht aufgeben.

 

Manfred Plog

 

 

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Wort des Landesbischofs

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22.03.20 März/April 2020 - unsere Kirchengemeinde aktuell

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